Wetterkunde Serie – Teil 2: Luftdruck und Winde

Für uns Wassersportler sind Kenntnisse über das Wetter sehr wichtig. Wir müssen verstehen, wie Wetter entsteht um so mögliche Gefahren zu erkennen und ihnen aus dem Weg zu gehen.

Der Luftdruck

Bootsführerschein in Kroatien absolvieren und wunderbare Tage an der Küste erleben.

Der Luftdruck ist das Gewicht der Luftsäule über uns. Luft besteht aus Teilchen, die ein Gewicht haben. Dieses Gewicht drückt auf eine Fläche von z. B. einem Quadratmeter – das ist der Luftdruck. Da der Luftdruck das Gewicht der Säule über uns ist, ist klar, je höher wir sind desto geringer ist der Luftdruck.

Der Luftdruck wird gemessen mit einem Barometer in Hektopascal (früher hat man das noch Torr oder Milibar genannt)

In einem Barometer sind kleine luftleere Dosen in denen ein Vakuum herrscht. Je nachdem wie der Luftdruck ist, werden sie zusammengedrückt. Wenn der Luftdruck steigt, wird die Dose zusammengedrückt. Wenn er fällt, geht die Dose auseinander. Anhand von einem Zeiger kann man dann ablesen wie hoch der Luftdruck ist.

Auf jedem Punkt der Erde lastet ein Gewicht von 10 Tonnen. Dies entspricht 1.013 Hektopascal als mittleren Luftdruck auf der Erde.

Der Luftdruck nimmt mit der Höhe ab, ca. ein Hektopascal pro 8 Meter Höhe bis zu einer Höhe von 5.000 Metern, danach ca. 1 Hektopascal pro 16 Metern Höhe.

Auf Wetterkarten wird der Luftdruck auf Meereshöhe reduziert eingetragen damit alle dieselben Werte als Basis haben.

Auf einer Wetterkarte werden Gebiete mit punktegleichem Luftdruck mit einem Stift verbunden. Die sich so ergebenen Linien nennt man Isobaren. Sie werden im Abstand von 5 Hektopascal gezeichnet (d.h. ich beginne mit 1.000 dann 1.005 usw.). Achtung bei englischen Wetterkarten ist der Abstand 4 Hektopascal – so ist das ein bisschen mehr gedrängt.

 

Wie entsteht nun Wind?

Wir haben nicht überall auf der Erde den gleichen Luftdruck, sondern Luftdruckunterschiede. Das liegt daran, dass es auf der Erde unterschiedlich warm und kalt ist. Am Äquator kommt viel Sonnenenergie an, dort ist es das ganze Jahr sehr warm. An den Polen ist es sehr unterschiedlich. Im Winter kommt gar keine Sonne an und im Sommer sehr viel Sonne. Warme Luft ist leicht und steigt nach oben, so auch am Äquator. Dort steigt die Luft soweit sie kann hoch und muss sich dann verteilen. Sie kühlt sich dabei ab, fließt nach Norden und sinkt zu Boden.

Am Äquator steigt also die Luft nach oben, dort wo die Luft aufsteigt entsteht am Boden ein Tief – dort ist es warm.

Die vom Äquator aufgestiegene und nun absteigende Luft sinkt in den Subtropen ab. Dort kommt immer mehr Luft am Boden an, das heißt der Luftdruck steigt und wir haben dort ein Hoch. So entsteht z.B. das Azorenhoch.

An den Polen ist es dagegen sehr kalt, kalte Luft ist schwer. Also herrscht dort oft ein Hochdruckgebiet. Aus diesem Hoch muss die Luft auch raus und fließt nach Süden.

Die Abbildung auf der rechten Seite zeigt nun den Äquator als rote Linie in der Mitte. Die Strömung von den Hochdruckgebieten zum Äquator ist der Passat sturm. Diese Winde sind sehr gleichmäßig, weil dieser Prozess immer wieder standfindet – da es am Äquator IMMER heiß ist. Die Zirkulation ist permanent, sodass es immer die Passatwinde gibt.

Die Luftmassen der beiden Gebiete trifft sich dann auf unseren Breitengraden.

Winde sind also Ausgleichsströmungen dieser temperatur-unterschiedlichen Luftmassen.

Quelle der Bilder links und rechts: http://www.klima-der-erde.de/zirkulation_inhalt.html

Lesen Sie in den folgenden Wochen unsere weiteren Teile der Serie:

Grundlagen, Winde an der Adria, Windstärken, Tipps & Tricks zur Wetterkunde, Empfehlungen an Wetterapps