Wetterkunde Serie – Teil 1: Grundlagen zum Wetter

Für uns Wassersportler sind Kenntnisse über das Wetter sehr wichtig. Wir müssen verstehen, wie Wetter entsteht um so mögliche Gefahren zu erkennen und ihnen aus dem Weg zu gehen.

Was ist überhaupt Wetter im Gegensatz zum Klima?

Das Klima beschreibt ein 30-jähriges mittel ermittelt also Temperaturen, Luftdruck über 30 Jahre hinweg – was ein sehr langer Zeitraum ist.

Das Wetter das was gerade, draußen passiert das nennt man dann wirklich Wetter. Ein anderer Begriff der oft noch fällt, ist Witterung. Die Witterung beschreibt dann zum Beispiel den Wettercharakter einer Jahreszeit.

Für uns Wassersportler ist das, was heute oder morgen draußen passiert entscheidend.

Um etwas über das Wetter zu erfahren, muss man rausgehen und beobachten. Weltweit gehen Meteorologen zu festlegten Zeiten zu ihren Messinstrumenten und messen Temperatur, Druck, Luftfeuchtigkeit, Sonnenschein und die Regenmenge.

All diese Parameter werden gemessen und beobachtet. Die Computer werden mit diesen Daten gefüttert, weltweit verteilt und diese Grundlage dient dann Meteorologen mit Rechenmodellen dazu das Wetter vorherzusagen.

Ein Grundparameter den Wassersportler Bescheid verstehen sollten, ist die Lufttemperatur. Diese hat eine Besonderheit: Warme Luft im Verhältnis zu kalter Luft ist leichter. Warme Luft steigt also nach oben. Kalte Luft sinkt ab.

Ein weiterer Parameter ist die Luftfeuchte. Ohne Wasserdampf in unserer Atmosphäre könnten wir nicht überleben. Unsere Luft hat nun die Eigenschaft, dass sie bei einer bestimmten Temperatur nur eine gewisse Menge an Wasserdampf beinhalten kann.

Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann sie speichern.

Stellen wir uns vor, wir packen 20 Grad heiße Luft in ein Paket. Dann gibt es in dem Paket ein gewisses Quantum an Wasserdampf der da drin sein kann. Die Menge des Wasserdampfes, die in diesem Paket enthalten sein kann, ist abhängig von der Lufttemperatur. Das heißt, je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann ich in das Paket packen. So kälter sie wird, desto weniger passt hinein.

Kühlt das Paket ab wird irgendwann die Temperatur erreicht in dem der vorhandene Wasserdampf zu viel für das Paket (bzw. dessen Temperatur) ist – das ist dann der Taupunkt. Der Wasserdampf muss nun kondensieren. Da es einen Überschuss an Wasserdampf gibt, bilden sich Tröpfchen.

Über Wasseroberflächen verdunstet natürlich sehr viel Wasser. Dieser Wasserdampf steigt auf und kühlt sich währenddessen ab. Irgendwann ist der Taupunkt erreicht. Es entstehen Tröpfchen, die sich zusammenlagern und es bilden sich Wolken. Über Flüssen können wir so häufig die Wolken am Boden als Nebel beobachten.

Täglich werden in Radios Wetterberichte gesendet. Sind Sie an der Adria unterwegs? Hier kann ich Radio Zagreb oder Küstenfunkstelle „Rijeka Radio“, „Split Radio“ und „Dubrovnik Radio“ empfehlen. Man kann den Wetterbericht auch auf dem Anschlagbrett des Hafenamtes und seinen Zweigstellen einsehen.

 

Lesen Sie in den folgenden Wochen unsere weiteren Teile der Serie:

Der Luftdruck, Winde an der Adria, Windstärken, Tipps & Tricks zur Wetterkunde, Empfehlungen an Wetterapps